Standardregeln Mühle

 
Standard-Spielbrett:
drei konzentrisch liegenden Quadraten, die in den Seitenmitten verbunden sind. Die Eckpunkte und die Mittelpunkte bilden 12+12=24 Felder, auf die die 18 Spielsteine gestellt werden. 12 Felder haben 2 Nachbarfelder, 8 haben 3 und 4 haben 4 Nachbarfelder.

Drei Spielfelder bilden 16mal eine Strecke mit einem Mittelpunkt.
Stehen auf diesen 3 Feldern Steine, so bilden sie eine "Mühle".

Jeder Spieler bekommt entweder neun weiße oder neun schwarze Spielsteine.
Am Anfang des Spiels ist das Spielbrett leer.

Weiß beginnt. Wer die weißen Steine bekommt, wird durch Losen bestimmt.

Das Mühle-Spiel teilt sich in 3 Spielabschnitte

1. Abschnitt - setzen der Steine

 
Die Spieler legen abwechselnd einen Stein auf ein freies Feld

Ziel beim setzen der Steine ist es, strategisch wichtige Punkte auf dem Brett zu besetzen und dadurch später die Steine des Gegners zu blockieren.
Dabei versucht man aber auch eigene Mühlen zu legen und zu verhindern, das der Gegner Mühlen legten kann.

Eine Mühle besteht aus 3 Steinen, die in einer Reihe liegen. 3 diagonal liegende Steine bilden keine Mühle!
Der Spieler, dem eine Mühle gelingt, darf einen Stein des Gegners vom Brett und somit aus dem Spiel nehmen. Dabei ist zu beachten, das die Steine einer Mühle geschützt sind und somit nicht aus dem Spiel genommen werden dürfen.

Abb.: Weiß ist am Zug und verhindert eine Mühle von Schwarz
     

2. Abschnitt - schieben der Steine

 
Wenn sich alle Steine auf dem Spielbrett befinden, werden sie abwechselnd längs einer Linie um ein Feld verschoben. Dafür stehen sechs freie Felder zur Verfügung. Es ist wiederum darauf zu achten, dass der gegnerische Spieler keine Mühle bauen kann und dass man selbst nicht blockiert wird.

Die Abbildung links zeigt was unter blockieren zu verstehen ist.
Hierbei ist Schwarz derart blockiert, das keine Möglichkeit für Schwarz besteht noch einen Zug auszuführen.

In diesem Fall hat Weiß gewonnen!
 
Es gibt eine Spielstellung die im Volksmund sprichwörtlich geworden ist, die sogenannte Zwickmühle.

Dabei schließt ein Stein abwechselnd zwei Mühlen fortwährend. Der Spieler der diese Mühle besitzt darf jedesmal einen Stein des Gegners aus dem Spiel nehmen.

Es sind 2 Arten von Zwickmühlen möglich (siehe Abb. links)
   
Es kann vorkommen, das ein Spiel ein Stadium erreicht, indem keiner der beiden Spieler sich mehr ein Vorteil verschaffen kann.

Das Spiel geht dann unentschieden aus!

3. Abschnitt - springen mit einem von 3 Steinen

 
Hat ein Spieler nur noch 3 Steine, so darf er pro Zug mit einem beliebigen Stein jedes freie Feld besetzen. Diese Situation gegen Ende des Spiels nennt man Springen.

Abb. links: Schwarz darf springen und blockiert so die Mühle von Weiß

Sonderfälle

 
Abb. links: Weiß schließt eine Mühle. Nun müsste Schwarz einen Stein abgeben. Da Schwarz aber seine Mühlen geschlossen hat widerspricht die Regel, dass Steine in einer Mühle geschützt sind.

Schwarz muß in dieser Situation trotzdem einen Stein aus einer Mühle abgeben!
 
Abb. links: Angenommen, Schwarz schließt im ersten Abschnitt des Spiels mit einem Stein gleichzeitig zwei Mühlen. Eigentlich müsste dann Weiß zwei Steine abgeben.

Dieser Fall ist derart geregelt, dass Schwarz trotzdem nur einen Stein nehmen darf

 


Jugendliche unter 18 Jahren können nur in Begleitung eines Elternteils Tischtennis, Billard oder sonstige Spiele im "Schelling-Salon" spielen!